Projektleitung Stadt.Geschichte.Basel

Allgemein

Ab sofort kann man sich bewerben! Hier der Ausschreibungstext der Stiftung:   Ausschreibung Projektleiterin/Projektleiter „Stadt.Geschichte.Basel“ Das Projekt Stadt.Geschichte.Basel wird in den nächsten acht Jahren die Geschichte Basels umfassend erforschen und in attraktiven, publikumsgerechten Formaten veröffentlichen. Das Unternehmen bietet eine grosse Chance auf Innovation, breite Kooperation und einen offenen und zielstrebig vorangetriebenen Prozess. Es wird von…

Wo ist das? Nr. 3

Fragen und Antworten, Historische Fotografie

Staatsarchiv Basel-Stadt, BALAIR 2955W Am 30. September 1931 fotografierte ein BALAIR-Pilot von Langenthal herkommend diese „Dorfansicht“, wie es in der überlieferten Bildbeschreibung heisst. Den Namen der Siedlung an einer Eisenbahnlinie verriet er aber nicht. Um welches Dorf handelt es sich? Erneut dankt das Staatsarchiv für dienliche Hinweise. P.S. „Steinengraben“ steht auch noch beim Bild. Sicher…

Basels erste Parlamentarierinnen

Aktenzeichen

Geschichtsschreibung ist oft männlich dominiert. Nicht nur auf Fotografien, sondern auch bei der Namensnennung in den Legenden dazu wurde das historische Ungleichgewicht bei der Repräsentation von Männern und Frauen bis heute überliefert: Männer werden identifiziert, Frauen bleiben ungenannt. Deutlich wird dies zum Beispiel bei der Überlieferung zum Frauenstimmrecht in Basel. Damit die Namen der Pionierinnen…

Frauen und Politik im Bild

Allgemein, Anlässe, Historische Fotografie

Was bleibt, wenn Zeitzeuginnen nicht mehr für sich selber sprechen können? Texte und Bilder. Von den Bildern vor allem jene, die reproduziert, publiziert, öffentlich gemacht und damit überliefert wurden. Zum Beispiel die Bilder von Hans Bertolf. Geboren 1907, fotografierte er von 1940 bis zu seinem Tod 1976 als Pressefotograf hauptsächlich für die Basler ‹National-Zeitung› Persönlichkeiten…

Rex, Roxy, Royal … und das Küchlin

Aus dem Lesesaal

Das Küchlin im frühen 20. Jahrhundert. Staatsarchiv Basel-Stadt, BSL 1012 204 Eine Reise durch die Schweizer Kinolandschaft – mit Halt in Basel. Susanna Petrin stellt im soeben erschienenen Buch «Rex, Roxy, Royal» mehrere Basler Kinos vor. Recherchiert hat sie unter anderem im Staatsarchiv, wo sich Unterlagen zum Gründer des «Küchlin»-Kinos, Karl Küchlin, befinden. Hier ein…

Verbote und Gebote. 10: Hurerei 1717

Allgemein

Staatsarchiv Basel-Stadt, Bf 1 A 7-54 Sexualität ist nicht Privatsache, sondern Staatssache. Zumindest noch im 18. Jahrhundert, als diese Ehegerichtsordnung veröffentlicht wurde. Alles wird geregelt: der Weg zur Ehe, das Eheversprechen, das Verhältnis der Ehepartner und Familienmitglieder untereinander, das Scheitern der Ehe, Scheidung und Wiederverehelichung. Und: Sexualität ausserhalb der Ehe, genannt Hurerei. Metzen werden nirgends…

Wir waren die Tschinggeli

Anlässe, Aus dem Lesesaal

Migration 1962. Staatsarchiv Basel-Stadt, BSL 1013 1-1774 Was in Akten der Fremdenpolizei aus dem Staatsarchiv alles drin steckt, macht Gabriel Heim im seinem Filmbeitrag deutlich: Nach Ende des Zweiten Weltkriegs brauchte die Schweiz dringend Arbeitskräfte. Fündig wurde sie im kriegsversehrten Italien, wo Zerstörung und Arbeitslosigkeit hoch waren. Die ersten die kamen, waren tausende junge Frauen…

Kunst im Archiv?

Anlässe

Wie gehen Kunstschaffende mit dem Material Kunst um? Was wird aufbewahrt? Wer ist für Künstlernachlässe veranwortlich? Ein Podiumsgespräch zu Kunst und Archiv Mit Esther Baur, Staatsarchivarin | Werner von Mutzenbecher, Künstler | Jasmin Sumpf, Mitarbeiterin Schaulager Basel | Ruth Buck, Künstlerin & Leitung DOCK Archiv, Diskurs- und Kunstraum | Enrico Luisoni, Präsident visarte.region.basel Gesprächsleitung: Martina…

Verbote und Gebote. 9: Herbergszwang 1642

Allgemein

Staatsarchiv Basel-Stadt, Bf 1 A 5-1 Es tönt fast wie eine Klage des Hotelverbands: Immer mehr Fremde übernachten nicht mehr in Basels Herbergen, sondern in privaten Unterkünften. Das schaffe Probleme, behauptet die baslerische Canzley. Man schreibt das Jahr 1642 … Es würden liederliche Leute eingeschleift und in Winkeln versteckt; der Stadt entgehe so das ihr…

Verbote und Gebote. 8: Hochzeitsessen 1592

Allgemein

Staatsarchiv Basel-Stadt, Bf 1 A 2-19 Teuerung, Krieg, barbarische Türken und Pestilenzen: Das lässt der Allmächtige auf die Erde los, entzürnt über die Gotteslästungen und Völlerei der Menschen. So leitet der Bürgermeister Lucas Gebhardt 1592 die Polizei-Ordnung ein, und so begründet er die im Folgenden aufgelisteten Verordnungen: kein Abendtrunk mehr sonn- und feiertags, sondern Kirchgang…

Gebote und Verbote. 7: Auswanderung 1735

Allgemein

Staatsarchiv Basel-Stadt, Bf 1 A 9-20 Amerika lockt, genauer gesagt South Carolina. Offenbar verlassen in den frühen 1730er-Jahren derart viele Basler und Baselbieter ihre Heimat, dass sich die Obrigkeit wiederholt zu Warnrufen und Ermahnungen veranlasst sieht. Verführerische Leute und Büchlein mit falschen Informationen stürzten die Gutgläubigen ins Elend. Keine väterliche Obrigkeit erwarte sie drüben, sondern…

Linke Geschichte im Archiv

Aus dem Lesesaal

Maifeier anno 1948, Redner SP-Grossrat Oreste Fabbri. Staatsarchiv Basel-Stadt, BSL 1013 1-120 1 Würde man alle Schachteln aufeinander schichten, ergäbe dies einen Turm, der etwas höher ist als das Spalentor: Insgesamt 44 Laufmeter umfassen die dem Staatsarchiv Basel-Stadt abgegebenen Unterlagen der Sozialdemokratischen Partei Basel-Stadt. Mit den Protokollen der Sektion Basel des Schweizerischen Grütlivereins reichen sie…

Das Leben der Dinge – ein Vortrag

Anlässe

„Geschichtliche Zäsuren wie die Revolution von 1917 betonen den Bruch. Aber das Leben hat seine eigene Schwerkraft. Es geht weiter, auch wenn eine allmächtige Partei entschieden hat, dass von nun an alles anders werden wird. Das Essen wird nach Rezepten zubereitet, auch wenn die alten Kochbücher aus dem Verkehr gezogen sind. Der Duft eines Parfums…

Verbote und Gebote. 6: Handel mit Juden 1569

Allgemein

Staatsarchiv Basel-Stadt, Bf 1 A 1-47 Verderblich und schädlich sei der Wucher der Juden, proklamieren Bürgermeister und Rat zu Basel am 28. Februar 1569. Zu dieser Zeit gibt es (nach dem Pogrom von 1349) keine jüdische Gemeinde mehr in der Stadt. Der Rat verbietet, mit Juden aus der Umgebung Handel zu treiben, von ihnen etwas…

Verbote und Gebote. 5: Kriegsuntauglichkeit 1799

Allgemein

Staatsarchiv Basel-Stadt, Bf 1 B 6-15 Das Vaterland braucht Soldaten und der Kriegsminister der helvetischen Republik diktiert: Fortan sollen nur wirklich gebrechliche Männer vom Tragen der Waffen dispensiert werden. Und es folgt eine nummerierte Liste mit Krankheitsbildern oder Gebrechen. Von „1. Völliger Gesichtsverlust oder Blindheit“ bis „37. Wahnsinn, Tollheit oder Blödsinn von unheilbarer Ursache“. Online…

Verbote und Gebote. 4: Schülerinnen 1659

Allgemein

Ordnung für die Mädchen-Schule auf dem Barfüsserplatz, 1659. Staatsarchiv Basel-Stadt, STA Bf 1 A 5-54 Pünktlich sollen sie zur Lektion antreten, die Mädchen, rechtzeitig zum Gebet vor dem Unterricht. Ansonsten sie, so das Mandat, mit einer Züchtigung zu rechnen haben. Auf dem Schulweg still und voller Respekt gegen Alte und Ehrwürdige laufen, in der Kirche…