Schlagwort: Mandat

Verbote und Gebote. 10: Hurerei 1717

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Staatsarchiv Basel-Stadt, Bf 1 A 7-54 Sexualität ist nicht Privatsache, sondern Staatssache. Zumindest noch im 18. Jahrhundert, als diese Ehegerichtsordnung veröffentlicht wurde. Alles wird geregelt: der Weg zur Ehe, das Eheversprechen, das Verhältnis der Ehepartner und Familienmitglieder untereinander, das Scheitern der Ehe, Scheidung und Wiederverehelichung. Und: Sexualität ausserhalb der Ehe, genannt Hurerei. Metzen werden nirgends…

Verbote und Gebote. 9: Herbergszwang 1642

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Staatsarchiv Basel-Stadt, Bf 1 A 5-1 Es tönt fast wie eine Klage des Hotelverbands: Immer mehr Fremde übernachten nicht mehr in Basels Herbergen, sondern in privaten Unterkünften. Das schaffe Probleme, behauptet die baslerische Canzley. Man schreibt das Jahr 1642 … Es würden liederliche Leute eingeschleift und in Winkeln versteckt; der Stadt entgehe so das ihr…

Verbote und Gebote. 8: Hochzeitsessen 1592

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Staatsarchiv Basel-Stadt, Bf 1 A 2-19 Teuerung, Krieg, barbarische Türken und Pestilenzen: Das lässt der Allmächtige auf die Erde los, entzürnt über die Gotteslästungen und Völlerei der Menschen. So leitet der Bürgermeister Lucas Gebhardt 1592 die Polizei-Ordnung ein, und so begründet er die im Folgenden aufgelisteten Verordnungen: kein Abendtrunk mehr sonn- und feiertags, sondern Kirchgang…

Verbote und Gebote. 6: Handel mit Juden 1569

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Staatsarchiv Basel-Stadt, Bf 1 A 1-47 Verderblich und schädlich sei der Wucher der Juden, proklamieren Bürgermeister und Rat zu Basel am 28. Februar 1569. Zu dieser Zeit gibt es (nach dem Pogrom von 1349) keine jüdische Gemeinde mehr in der Stadt. Der Rat verbietet, mit Juden aus der Umgebung Handel zu treiben, von ihnen etwas…

Verbote und Gebote. 4: Schülerinnen 1659

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Ordnung für die Mädchen-Schule auf dem Barfüsserplatz, 1659. Staatsarchiv Basel-Stadt, STA Bf 1 A 5-54 Pünktlich sollen sie zur Lektion antreten, die Mädchen, rechtzeitig zum Gebet vor dem Unterricht. Ansonsten sie, so das Mandat, mit einer Züchtigung zu rechnen haben. Auf dem Schulweg still und voller Respekt gegen Alte und Ehrwürdige laufen, in der Kirche…

Verbote und Gebote. 1: Keine Fasnacht anno 1599

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Staatsarchiv Basel-Stadt, Bf A 2-42 Allerlei schwere, unerhörte, widerwärtige Sachen geschähen hin und wieder in dieser Christenheit – was das angestrebte arbeitsselige und bussfertige Leben gewiss nicht verbessere. So steht es geschrieben in diesem Mandat vom 10. Februar 1599. Und drum hätten die Gnädig Herren genug Ursache, alle Mutwilligkeit und Freudenspiel dieser Tage abzustellen. Damit…

Vom Suchen und Finden: Kein Walzerverbot

Allgemein, Fragen und Antworten

Bald ist wieder Neujahr und der Neujahrswalzer ertönt. Auch in Basel wird dann sicher wieder das Tanzbein geschwungen. Ob das früher nicht verboten gewesen sei, wollte jemand vom Staatsarchiv wissen. Da habe es 1781 doch ein Walzerverbot in Basel gegeben? Bauerntanz (Überbleibsel des Holbeinischen Fresco Gemäldes am Haus zum Tanz an der Eisengasse), undatiert. Staatsarchiv…

Vom Suchen und Finden: Zölle für Juden

Fragen und Antworten

Tagtäglich treffen Fragen im Staatsarchiv ein, und oft kann das Staatsarchiv weiterhelfen. Aber nicht immer … Da wollte zum Beispiel jemand wissen, wie das früher mit den Zöllen für ein- und ausreisende Juden gewesen sei. Am Spalentor sei doch eine entsprechende Tafel angebracht gewesen? Blick vom Spalentor auf die Landschaft hinaus, vor 1864. Staatsarchiv Basel-Stadt,…